Kohärenz im Herzen

Le germe n’est rien, le terrain est tout!“- „Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles!“ so drückte es Claude Bernard 1813-1878 – er vertrat mit Béchamp, Virchow und anderen eine Gegenposition zu Pasteur, der sich auf die Bekämpfung der Erreger konzentrierte. Auch wenn man sich erzählt, dass Pasteur auf dem Sterbebett eingestanden hat, dass Béchamp und Bernard recht hatten, geht es hier nicht darum, welche Sichtweise besser ist. Es geht ums sowohl als auch:

Wie entsteht Gesundheit?
Wir haben jetzt wochenlang unseren Blick darauf gerichtet, wie wir die Verbreitung eines Erregers verhindern. Ich möchte sie einladen, dass wir beginnen, uns Gedanken zu machen, was wir brauchen, um ein Milieu zu gestalten in dem wir gut mit dem neuartigen Virus Covid 19 umgehen können. Was kann ich für meine Gesundheit tun? Was braucht mein Immunsystem? Wahrscheinlich fallen Ihnen schon viele Antworten ein. Sie haben sicher schon Einiges in Ihrem Leben gelernt, wie Sie ihr Immunsystem unterstützen und fördern können. Wunderbar! Dann wissen Sie ja schon, was Sie in der nächsten Zeit für sich und Ihre Gesundheit tun können. Ich achte zum Beispiel in dieser Jahreszeit darauf, dass ich viele frische Kräuter knabbern kann, dass ich Bewegung und Sonne habe und dass ich regelmäßig Yoga übe.

Gefühle und Immunsystem
Neurobiologen stellen fest, dass unser Immunsystem am besten arbeitet, wenn wir Stimmigkeit für uns herstellen können. Wenn wir in einem Gefühl wie Vertrauen, Dankbarkeit, Freude, Liebe sind, steigt der Spiegel des Immunglobulins lgA deutlich und für mehrere Stunden an. Wenn wir uns ärgern, steigt er kurz an aber nach einer Stunde sinkt er nachhaltig und deutlich. Für unser Immunsystem ist es also ok, sich zu ärgern. Dann ist es aber sehr wichtig, den Ärger wieder loszulassen und sich darauf zu besinnen was uns ins Vertrauen, in Dankbarkeit, in Freude oder Liebe bringt. Voltaire hatte das schon erkannt als er sagte: „Ich habe beschlossen, glücklich zu sein, weil es besser für die Gesundheit ist.“

Die Praxis
Wie komme ich in ein Gefühl von Vertrauen, Dankbarkeit, Freude oder Liebe? Zum Einen hilft Disziplin. Disziplin heißt, zu wissen was man will und entsprechend zu handeln. Wollen Sie ihr Immunsystem stützen oder schwächen?
Zum Zeiten hilft die Frage, die Theo Petzold vorschlägt: Was würde ich mir wünschen? Was täte mir gut? So entsteht ein Attraktiva, etwas Anziehendes in ihrer Vorstellung, und ihre Gefühlszustand ändert sich.
Zum Dritten hilft Übung: Ich habe für Dich eine Meditation aus der buddhistischen Tradition aufgenommen, in der man übt, liebevolle Güte, metta, zu praktizieren. Ich habe sie von Katchie Ananda gelernt. Sicher war es den alten buddhistischen Meistern klar, wie wirkungsvoll diese Übungen sind. Sie wirken nicht nur auf unser Immunsystem, sie erzeugen messbar kohärente Schwingungen im Herzraum. Diese kohärenten Schwingungen fördern nicht nur unser Immunsystem, sie sind gesund für unser Herz, machen unseren Geist frei und kreativ und ebnen den Weg für spirituelle Entwicklung. Heute können wir die Wirkung neurobiologisch belegen.

Diese Meditation ist gedacht als ein Baustein für die Gestaltung eines Milieus, das gut mit einem Virus umgehen kann. Üben sie so oft sie Ihnen gut tut. Die besten Zeiten sind nach dem Aufstehen und vor dem zu Bett gehen.  Meditation Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles

Ich freue mich auch über Kommentare und Beiträge: Was bringt Sie in ein liebevolles Gefühl, in Freude, in Dankbarkeit oder ins Vertrauen – was ist Ihre Praxis?

Was tun sie allgemein, um Ihr Immunsystem zu unterstützen?

 

Weitere Artikel